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UmgangsformenInformieren Sie sich jetzt über Umgangsformen

Die Grundsätze

Umgangsformen, besser gesellschaftliche Verhaltensnormen, sind nichts anderes als gewachsene Spielregeln, die das gegenseitige Miteinander in Bahnen lenken. Mit der Entwicklung der Gesellschaft entwickeln sich auch diese Formen ständig weiter. Was vor zehn oder zwanzig Jahren aktuell war kann heute nicht mehr zutreffend sein. Aber die Grundsätze, auf die alle Formen zurückgehen werden sich nicht verändern.

Der Grundsatz der gegenseitigen Achtung

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ steht auf der Freiheitsglocke in Berlin. Das sagt schon viel. „Behandele einen Menschen so, wie Du von ihm behandelt werden willst“, sagt noch etwas mehr.

Leider leben wir in einer Zeit, die ein Aufkleber auf der Gitarre eines Musikers so bezeichnet: „Alle denken nur an sich, nur ich denke an mich“ Hier ist Umkehr geboten! Denn die Freiheit des Einen hört da auf, wo die des Anderen anfängt. Hören wir mal auf uns selbst zu überschätzen, unsere eigene Person, unsere eigenen Probleme in den Vordergrund zu stellen. Denken wir mal kurz darüber nach, was er/sie tut, fühlt, von uns erwartet, bevor wir ihn/sie mit unseren Problemen belästigen.

Achtung vor dem Anderen heißt auch verantwortungsvoll mit dem umzugehen, was nicht ersetzbar ist, die Zeit. Unpünktlichkeit ist Missachtung des Anderen.

Der Grundsatz der besonderen Achtung der Frau

Da Frauen die Trägerinnen des Lebens sind ist Ihnen besonderer Schutz und besondere Achtung entgegenzubringen. Das äußert sich in vielen Formen gesellschaftlicher Verhaltensnormen, die Tür aufhalten, Hilfe anbieten und leisten…

Allerdings gibt es mit der Emanzipation der Frau zusammenhängende Veränderungen zu früheren Verhaltensmustern.

Der Grundsatz der Achtung des persönlichen oder gesellschaftlichen Eigentums.

Das bedeutet: Was mir nicht gehört geht mich nichts an. Egal, ob es ein Auto, ein Haus oder sonst etwas ist, was einem Anderen gehört. Was ich zeitweise zur Benutzung überlassen bekommen habe, werde ich pfleglich benutzen und unbeschadet hinterlassen, damit es andere auch benutzen können.

Warum also Umgangsformen?

Wir sollten wissen, wie unser Gehirn arbeitet. Wir nehmen ständig über unsere Sinnesorgane Informationen aus unserer Umwelt auf. Diese durchlaufen zwei Filter bevor etwas im Gehirn ankommt. Der erste Filter sortiert alles aus, was für uns nicht interessant ist. Das ist notwendig, weil wir sonst an Reitzüberflutung zu Grunde gehen würden. Der zweite Filter bewertet die Information und leitet sie über zwei Kanäle an den bewussten und den unbewussten Teil unseres Gehirns weiter.

Die so bewertete Information wird vom Gehirn wahrgenommen und löst, je nach Bewertung, Reaktionen im Körper aus. Das können Abwehrmaßnahmen, also Haltungsänderungen oder Veränderungen des Gesichtsausdrucks, manchmal nur ein Muskelzucken sein. Diese Veränderungen des Körpers, die unbewusst als Reaktion auf eine bewertete Information, aber auch auf einen unser Gehirn durchlaufenden Gedanken eintritt, bezeichnet man als Körpersprache. Mit dieser Körpersprache geben wir also ständig unbewusst Signale an unsere Umwelt, die von dieser ebenso unbewusst empfangen und bewertet werden.

Daraus folgt: Wir bewerten ständig unsere Umwelt. Das ist lebensnotwendig, um Gefahren zu erkennen. Wir werden ständig von unserer Umwelt bewertet. Und damit diese Bewertung möglichst positiv ausfällt, uns damit die persönliche Achtung entgegengebracht wird, ist es erforderlich, Umgangsformen zu kennen und einzuhalten.

Der erste Eindruck

Die ersten 10 Sekunden, in denen sich zwei Menschen begegnen entscheiden darüber, wie sich das Verhältnis zwischen Ihnen entwickeln wird. Das ist das Ergebnis der beiderseitigen Bewertung. Sie schließt alles ein, was mit den Sinnesorganen erfassbar ist: Die Haltung, die Kleidung, den Klang der Stimme, den Geruch, die Frisur, ggf. den Händedruck, Das betrifft sowohl die Bewertung des Andern von uns selbst, wie auch unsere Bewertung des Anderen. Werde ich mich beim ersten Kennenlernen ungezwungen, fröhlich und stilsicher bewegen, wird es auf den Anderen einen positiven Eindruck machen, der lange Zeit „gespeichert“ bleibt.

Unser persönlicher Erfolg hängt oft nicht zuletzt von einem freundlichen Gesicht ab. Zur eigenen positiven Bewertung trägt aber auch ein aufrechter Gang. Ein gepflegte Erscheinung, dazu gehört immer auch eine angemessne Kleidung, Frisur usw. bei.

Es ist interessant zu wissen, dass der erste Eindruck von einem Menschen zu 55% über die Körpersprache und die Farbe der Kleidung, zu 38% durch den Klang der Stimme und nur zu 7% vom Inhalt des gesprochenen Wortes geprägt und bewertet wird. Dank und Achtung gegenüber dem Gastgeber, dem Veranstalter, auch den anderen Gästen gegenüber drücke ich auch durch angemessene Kleidung aus.

Was ziehe ich an – Outfit ist in

Es ist auch eine Frage der gegenseitigen Achtung, zu jedem Anlass eine (zweck-) entsprechende Kleidung zu tragen. Auf dem Sportplatz im langen Abendkleid zu erscheinen zu erscheinen ist sicherlich genau so unmöglich, wie zu einem Ball mit Rollkragenpullover und Jeans. Daraus ist zunächst zu ersehen, dass es kein „Universaloutfit“ für jede Gelegenheit gibt.

Die Kleidung für den beruflichen Alltag, bzw. für die Schule soll modern, gepflegt und praktisch, also zweckentsprechend sein. Wichtig ist, dass man sich darin wohlfühlt. Dazu gehört auch, dass der persönliche Stil möglichst durchgängig eingehalten wird.

Zum abendlichen Ausgehen in eine Gaststätte, insbesondere wenn ein festlicher Anlass vorliegt, wird diese Kleidung meist nicht genügen.

Für Damen ist die Auswahl festlicher Kleidung sehr groß, Kleider, Röcke, auch Hosenröcke, Oberteile und damit tausende Variationsmöglichkeiten für das Outfit zum festlichen Anlass.

Für den Herrn gibt es nicht ganz so viele Wahlmöglichkeiten für festliche Kleidung, Smoking, Anzug mit oder ohne Weste und der Kombination Hemd und Krawatte oder Fliege.

Beim Einkauf ist jedoch darauf zu achten, dass man sich in dem gekauften Stück auch bewegen kann. Ausschlaggebend ist hierfür der Armausschnitt. Ist er zu groß, dann hängt der Anzug beim Tanzen an den Ohren.

Beim Tanzen ist die Jacke immer geschlossen ist, und zwar mindestens mit dem Knopf, der in der Taillenhöhe sitzt. Auch wer normalerweise keine Krawatte trägt, sollte wissen wie sie gebunden wird.

Ein Beispiel für Stillosigkeit war in der Semperoper in Dresden zu bestaunen: Ein Mann trug zu einer Jeanshose mit kariertem Hemd eine Fliege und darüber eine Smoking-Jacke.

Als Beispiel von Missachtung anderen Gästen gegenüber ist zu betrachten, wenn Männer in kurzen Hosen zum Dinner in einem Hotel kommen, wenn schon beim einchecken darauf hingewiesen wird, dass man lange Hosen erwartet. Auch in der Hotelbar, in der es ein abendliches Programm gibt und getanzt wird ist eine kurze Hose für einen Mann ganz sicher nicht angebracht. Peinlich wird es, wenn man an der Tür zum Speisesaal des Hotels von der gesamten Hotelleitung empfangen aber nicht eingelassen wird, weil „Mann“ eine kurze Hose trägt.

Grüßen und Begrüßen

Grüßen

Man grüßt sich beim Begegnen und meist ohne Handschlag. Damit macht man auch auf sich aufmerksam, was zur Folge haben sollte, dass der Gruß erwidert wird, man also beachtet wird.

Wer grüßt wen zuerst? Während wir früher gelernt haben, dass der Jüngere den Älteren, der Herr die Dame, der „Untergebene“ den „Vorgesetzten“ zuerst grüßt, gilt heute: Wer den anderen zuerst sieht, der grüßt auch zuerst. Das Grüßen erfolgt stets auf Entfernung durch leichtes Nicken mit dem Kopf bei direktem Blickkontakt und sollte mit einem Lächeln verbunden sein. Wer Hut trägt – das ist ja zurzeit auch bei den Jugendlichen voll im Trend – kann diesen formvollendet anheben. Das gilt natürlich nur für die Männerwelt; Frauen und Mädchen behalten den Hut beim Grüßen grundsätzlich auf. Heute nimmt es jedoch kein Mensch mehr übel, wenn auch der Mann den Hut nicht „lüftet“. Vor allem, wenn diese Aktion mit größeren Umständen verbunden ist – am rechten Arm ein Mädchen, in der linken Hand einen Koffer oder Regenschirm. (Mützen übrigens bleiben beim Grüßen immer auf dem Kopf.) Mützen, Hüte und andere Kopfbedeckungen nehmen Herren beim betreten eines Raumes ab.

Beim betreten eines Raumes, eines Fahrstuhls oder eines Abteils grüßt der Eintretende immer zuerst. Ob der Gruß in einem überfüllten Fahrstuhl oder einem großen S-Bahn-Waggon jedoch immer angebracht ist, sei dahingestellt.

Begrüßen

Bei einer Begrüßung werden immer auch ein paar Worte gewechselt. Man führt ein kurzes Gespräch, macht „Smalltalk“, zum Beispiel, um die Begleitpersonen miteinander bekannt zu machen oder auch, um ganz allgemein einen guten Tag zu wünschen. Verbunden ist eine Begrüßung hierzulande oft mit einem mehr oder weniger geschickten Händeschütteln.

Aber wenn Händeschütteln, wer gibt dann wem zuerst die Hand? Generell gilt, dass der deutlich Ältere dem Jüngeren, die Dame dem Herren die Hand anbietet. Doch gehen wir heute auch dieser Frage mit weniger Stress an. Es ist absolut keine Blamage, wenn jemand die Hand gibt, obwohl er der Jüngere ist; es ist aber ausgesprochen unhöflich, wenn der Ältere dann diese Geste übersieht und nicht auch die Hand zum Gruße reicht. (Nebenbei bemerkt, auch das Abstreifen der Handschuhe bei der Begrüßung ist heutzutage kein absolutes „Muss“ mehr.) Gegenüber der älteren Generation ist jedoch eine gewisse Vorsicht angebracht: So ein kleiner Fauxpas könnte zu einem Hemmnis für die berufliche Karriere werden. Ein Händedruck sollte immer ein wenig „Biss“ haben, muss – wie gute Spagetti – „al dente“ sein. Eine kraftlose Hand zeugt von unsicherem Charakter und ist ebenso abstoßend wie ein schmerzvoller Händedruck, der nicht selten noch nach Tagen die Erinnerung an den „Täter“ unliebsam wach hält.

Bei der Begrüßung wie auch beim Vorstellen stehen die Herren immer auf, von sehr alten Herren wird das natürlich nicht verlangt. Ebenso wenig ist es nötig, wenn Verletzungen oder Behinderungen das Aufstehen erschweren. Auch eine Frau kann heute zur Begrüßung anderer aufstehen – Männer eingeschlossen, – wenn sie es möchte. Im Berufsleben ist das bereits selbstverständlich geworden. Entgegen der alten Regel „Eine Dame bleibt immer sitzen“ entscheidet heute jede Frau auch im privaten Bereich selbst, ob und wann sie sich erheben und sich somit auf die gleiche Ebene mit dem oder der zu Begrüßenden begeben möchte. Aber Vorsicht, nicht jeder „ältere Herr“ freut sich darüber, von einer jungen Dame durch respektvolles Verhalten an sein Alter erinnert zu werden!

"Du" oder "Durchlaucht" – die richtige Anrede

Hier in Deutschland sind ursprünglich drei persönliche Anreden möglich: das DU, das SIE und das IHR.

Hinzu kommt die Verbindung vom SIE mit dem Vornamen, was früher nur von Älteren gegenüber Jüngeren gebraucht wurde, jedoch heute sich auch zwischen Gleichaltrigen mit Beliebtheit erfreut.

Das DU ist die gebräuchlichste Form zwischen Schülern, Studenten und Auszubildenden, aber auch beim Sport und in der Disko, wenn man sich kaum oder gar nicht kennt. Sogar in einigen Cafés und Clubs duzen Bedienung und Gäste sich, denn ein SIE könnte auch bedeuten, dass die Gäste fehl am Platz sind.

Gegen ein DU ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Wenn man aber jemanden nicht besonders mag, kann das angebotene DU sehr aufdringlich wirken. Dem geht man mit einem betonten SIE aus dem Weg!

Gegenüber Älteren, auch wenn man sie noch so gut kennt, sollte man nicht unbedacht die Anrede DU benutzen. Besser ist es abzuwarten, bis einem selbst das DU angeboten wird.

Auch im Berufsleben gibt es einige Regeln, die man beherrschen sollte:

Biete niemals einem gleichaltrigen Vorgesetzten das DU an, denn dass könnte mit einer Ablehnung enden.

Keine unbedachten Verbrüderungen auf Betriebsfeiern und -ausflügen, denn in Verbindung mit Alkohol einigt man sich schnell auf das DU und am nächsten Tag geht der Kollege oder Vorgesetzte wieder zum SIE über. Das sollte man dann auch akzeptieren.

Die schriftliche Anrede lautet meistens „Sehr geehrter Herr…“ oder „Sehr geehrte Frau …“. Wenn man einen Ansprechpartner namentlich nicht kennt, dann „Sehr geehrte Damen und Herren“. Zum Schluss reicht ein „Mit freundlichen Grüßen…“.

Ein persönlicher Brief beginnt mit „Lieber Herr…“ oder „Liebe Frau…“ oder gegebenenfalls mit dem Vornamen. Zum Schluss ein „Herzlichst“ setzt gute freundschaftliche Beziehungen voraus.

Es wird gefeiert – Partys und Einladungen

Partys unter Jugendlichen, da kennen sich die Jugendlichen sicherlich am besten aus. Und das man der Mutter des Gastgebers, insofern er noch zu Hause wohnt, einen Blumenstrauß mitbringt, ist eigentlich selbstverständlich. Auch wenn man sich noch so gut kennt, sollte man sich trotzdem nicht ungefragt über Stereoanlage und Plattensammlung hermachen, oder herumstehende Musikinstrumente ausprobieren, oder aber auch ohne Skrupel über den Kühlschrank herziehen. Auch sollte sich kein Gast den leidigen Aufräumarbeiten entziehen. Wenn ein Gastgeber sich auf Unterstützung verlassen kann, macht er sicherlich gern wieder eine Party.

Irgendwann aber müssen Gäste auch eingeladen werden, oder man wird eingeladen. Jetzt sind einige Tipps ganz wichtig:

Schriftliche Einladungen enden oft mit „u.A.w.g.“ – um Antwort wird gebeten. Wer selbst einlädt kann es besser machen: „Über ihre Zusage bis zum … würden wir uns freuen“

Der Einladende hat Anspruch darauf rechtzeitig zu erfahren, wer erscheinen wird und wer nicht. Also Antworten!!

Absagen sollte man persönlich, sofort und schriftlich oder telefonisch erledigen. Außerdem macht es sich gut die Absage in ein paar nette entschuldigende Worte zu verpacken, dann kann man auch Verständnis erwarten.

Bei einer Zusage sollte man sich als nächstes Gedanken darüber machen, was man anzieht? Dazu steht auf der Einladung auch noch etwas von “zwangloser Kleidung”. Wer selbst einlädt sollte auf diesen Begriff verzichten, denn was bedeutet schon zwanglos?! Erhält man aber so eine Einladung ist es besser nachzufragen.

Steht aber auf der Einladung „Gesellschaftskleidung“ oder „festliche Kleidung“, so ist eindeutig: Langes, bzw. festliches Cocktailkleid oder Abendanzug für die Dame, Smoking oder Ausgehuniform, mindestens ein dunkler Anzug mit Krawatte oder Fliege für den Herrn.

Auf der Einladung sollte selbstverständlich auch eine Uhrzeit angegeben sein, z. B.: ab 19:00 Uhr oder um 21:00 Uhr. Wenn eine feste Zeit angegeben ist, sollte man auf keinen Fall eher kommen, kann aber die angegebene Zeit um maximal eine Viertelstunde überziehen.

Wer zu einem gemeinsamen Essen nicht pünktlich erscheinen kann, sollte den Gastgeber telefonisch davon informieren.

Heißt es in der Einladung „Empfang von … bis …“, so sollte man im ersten und zweiten Drittel der angegebenen Zeit erscheinen. Nicht später und schon gar nicht erst zum Schluss.

Geschenke und Mitbringsel

Wenn man zu einer Feierlichkeit eingeladen wurde, gehört es zum guten Ton eine Art Geschenk mitzubringen. Dieses Geschenk sollte originell, witzig und möglichst in irgendeiner Beziehung zum Beschenkten stehen. Dabei ist die Verpackung genauso wichtig wie das Geschenk selbst, denn die meisten Menschen verspüren mehr Spannung und Freude beim Auspacken. Sollte der Gastgeber ein flüchtiger Bekannter sein und wenn man nichts Falsches schenken will, so sind Blumen immer die richtige Entscheidung. Blumen sind zu jedem Anlass willkommen und drücken besonderen Dank gegenüber dem Gastgeber aus.

Jedoch sollte man wissen, welche Bedeutung verschiedene Blumen haben und zu welchem Anlass man sie richtig einsetzt:

rot bedeutet Zuneigung, einen Strauß roter Rosen sollte man nur verschenken, wenn man in jemanden verliebt- oder verheiratet ist (es sei denn es wird nicht missverstanden)

weiße Blumen werden als Totenblumen angesehen, deshalb sollte man bei einem Krankenbesuch niemals weiße Blumen verschenken. Natürlich können bei einem bunten Frühlingsstrauß auch ein paar weiße Blüten vorhanden sein.

Vergissmeinnicht bitten „Denk an mich“

Veilchen symbolisieren Bescheidenheit

Maiglöckchen bedeuten „Ich hab dich lieb“

Disteln bedeuten „Es ist alles aus“

Auch der Aberglaube spielt eine wichtige Rolle. So soll man niemals bei einer geringen Anzahl von Blüten eine gerade Anzahl wählen, sondern drei, fünf oder sieben. Darüber hinaus braucht man nicht mehr zählen.

Wenn man einen Blumenstrauß überreichen möchte, sollte zuvor das Papier, in dem der Strauß eingewickelt war, entfernt werden. Aber wohin mit dem Papier? Geben sie es zusammengelegt dem Beschenkten mit. Ausnahme hierbei, wenn der Strauß in Klarsichtfolie dekorativ eingepackt wurde, kann die Folie natürlich dran gelassen werden. Man sollte jedoch beim Kauf auf Klarsichtfolie aus Umweltgründen verzichten.

Blumen werden immer mit den Köpfen nach oben überreicht. Beim Transport jedoch sollten die Blumen anders herum gehalten werden, ansonsten lassen sie schneller ihre Köpfe hängen. Grundsätzlich überreicht der Herr die Blumen an die Frau. Sollte aber eine Frau alleine zu einem Fest geladen sein, kann sie selbstverständlich auch dem Gastgeber einen Blumenstrauß überreichen. Eine schöne Geste ist es auch dem Gastgeber einen Tag nach der gelungenen Veranstaltung einen Blumenstrauß zu schicken, die sicherlich mit besten Dank honoriert wird.

Sollte zu einer größeren Festlichkeit ein Präsent mitgebracht werden, ist es von Vorteil eine Karte beizulegen, damit der Gastgeber auch weiß, von wem er das Geschenk bekommen hat und sich persönlich bei ihm bedanken kann. Bei einer kleinen Veranstaltung sollten die Geschenke sofort ausgepackt und Blumen sofort aufgestellt werden.

Speisen und Genießen – Essen im Restaurant

Das richtige Verhalten bei Tisch ist heutzutage nicht nur wichtig im Geschäftsleben, sondern auch bei privaten und familiären Anlässen.

Die nachfolgenden Tipps sind nicht als Leitlinie für eine Gruppe Jugendlicher zu verstehen, die in eine Pizzeria oder bei McDonalds einfällt. Jedoch sind einige Spielregeln wichtig um sich in entsprechenden Situationen sicher zu fühlen. Gewusst wann, wo und wie bestimmte Tipps umgesetzt werden liegen im eigenen Ermessen.

Die wichtigsten Fragen zum Verhalten im Restaurant

Wer geht beim Eintreten vor?

Da der Herr in den meisten Fällen der Dame die Tür aufhält, wird die Dame vorgehen. Es ist aber dem Herrn überlassen einen Platz zu suchen, d.h. im Restaurant wird er vorgehen.

Liegt ein Restaurant in der ersten Etage, wird man es nur über eine Treppe erreichen können. Hierbei gilt: ist die Treppe breit können beide nebeneinander laufen. Sollte sie jedoch schmal sein, zögert der Herr einen Augenblick und überlässt seiner Begleitung die Entscheidung ob sie vorgehen möchte.

Restaurants in gehobener Klasse weisen die Plätze zu. Das übernimmt der Geschäftsführer, Oberkellner oder Restaurantleiter. Dieser geht dann zum Tisch vor, gefolgt von der Dame und dem Herrn.

Ist eine Platzreservierung erforderlich?

Für einen besonderen Anlass ist es empfehlenswert Plätze zu reservieren. Der Gast genießt dadurch einen besonderen Service: Er wird zuvorkommend bedient und von gut geschultem Personal persönlich, mit Namen angesprochen. Bei der Wahl von Speisen und Getränken kann der Kellner behilflich sein.

Herr Ober oder Herr Kellner? Wie ist es richtig?

Die Anrede einer männlichen Bedienung mit „Herr Ober“, ist durchaus üblich. Bei einer weiblichen Bedienung ist es schon schwerer, denn „Frau Kellnerin“ oder „Fräulein“ ist durchaus beliebt, aber beleidigend. Die eleganteste Form ist sie mit ihren Namen anzusprechen, der meistens durch ein kleines Schildchen erkennbar ist. Wenn nicht, kann man freundlich danach fragen.

Wer probiert den Wein?

In vielen Restaurants erlebt man, dass meistens IHM der Wein zum Probieren angeboten wird. Aber heutzutage sollte man nicht mehr davon ausgehen, dass er mehr Kenntnisse über Weine besitzt. Sollte die Begleitung bessere Weinkenntnisse haben, reicht man das Glas einfach weiter. Mit dem Verkosten des Weines wird geprüft, ob die Qualität einwandfrei ist. Rotwein sollte auf Zimmertemperatur gehalten und serviert werden, Weißweine und Roséweine und Sekt werden gekühlt serviert.

Rotwein oder Weißwein?

Auch heutzutage ist es noch üblich zu dunklem Fleisch oder Wild Rotwein, zu weißem Fleisch, Geflügel oder Fisch Weißwein zu empfehlen. Jedoch auch hierbei kann der Gast selbst entscheiden, was für Wein er bestellt. Ein Rotweinglas ist größer als ein Weißweinglas. Weingläser werden maximal bis zur Hälfte, oder wenn es große Gläser sind, bis zu einem Drittel gefüllt. Ein wertvoller Wein sollte niemals verdünnt werden.

Wie trinke ich richtig?

Bevor ich das Glas zum Mund führe, sollte dieser mit einer Serviette (= Mundtuch) abgetupft werden, um Fettränder am Glas zu vermeiden. Weingläser werden am Stiel, nicht am Kelch angefasst, damit sie beim Anstoßen klingen können. Trinkt man einem anderen zu, so geschieht das nicht durch ständiges Anstoßen (Wie im Bierzelt mit Bierkrügen), sondern durch Blickkontakt vor und nach dem Trinken.

Wie esse ich richtig?

Hier die wichtigsten Tipps für einen Restaurantbesuch:

Wünschen Sie zum Anfang einen „Guten Appetit“

Sind mehrere Bestecke eingedeckt, werden sie von außen nach innen benutzt.

Die Gläser werden in Richtung „vom Teller weg“ benutzt.

Die Stoffserviette wird auf dem Schoß entfaltet.

Hände beim Essen auf den Tisch (bis zum Handgelenk), nicht darunter.

Nicht den Ellenbogen auf den Tisch.

Aufrecht sitzen, nahe am Tisch.

Kopf nicht mit der Hand abstützen.

Essen nicht mit gebeugtem Kopf in sich „hineinschaufeln“

Nicht zu essen beginnen, bevor alle das Gericht vor sich auf dem Tisch haben.

Nicht zu trinken beginnen, bevor alle etwas haben und vor dem ersten Schluck anstoßen und sich dabei gegenseitig anschauen.

Messer und Gabel werden wie ein Bleistift gefasst und nicht mit der ganzen Hand umgriffen.

Während des ganzen Essens dürfen Gabel oder Messerspitze nie schräg oder sogar steil nach oben zeigen.

Während des Trinkens werden Messer und Gabel vollständig auf dem Teller abgelegt und nicht mit dem Griff auf der Tischdecke.

Wer etwas nachgereicht bekommen möchte, legt das Besteck gekreuzt auf den Teller.

Ist man mit dem Essen fertig, legt man Messer und Gabel nebeneinander mit dem Griff schräg nach rechts unten über den Teller. Die Stoffserviette wird ungefaltet links neben den Teller platziert.

Abgegessene Teller sollten nicht so aussehen, dass dem Tischnachbarn der Appetit vergeht.

Nicht alleine aufstehen, wenn man mit dem Essen fertig ist. Man kommt gemeinsam und geht gemeinsam.

Wichtig:

Getränke und auf dem Teller angerichtete Speisen werden von rechts serviert. Auf Platten vorbereitete Speisen werden von links serviert.

Wer zahlt?

Es zahlt eigentlich immer der, der eingeladen hat. Am geschicktesten macht es sich, wenn man sich vorher mit dem Kellner abspricht, und unauffällig an der Theke zahlt. Bei größeren Veranstaltungen kann die Rechnung auch geteilt werden. Der Gastgeber sollte nur rechtzeitig seine Gäste informieren, dass er zum Essen einlädt, aber die Getränke jeder selbst übernimmt- oder umgekehrt.

Steht von vornherein fest, dass jeder am Tisch seine Rechnung selbst begleicht, sollte man eine Gesamtrechnung verlangen und den Betrag zu gleichen Teilen aufteilen.

Wie ist das mit dem Trinkgeld?

Trinkgelder sind freiwillige Leistungen des Gastes. In Deutschland gibt es die 5 bis 10%-Regel, bezogen auf die Rechnungshöhe. War man mit der Bedienung unzufrieden, kann man jedoch ohne den guten Ton zu verlieren auf ein Trinkgeld verzichten. Anders natürlich kann man bei voller Zufriedenheit mehr Trinkgeld zahlen.

Ein Dankeschön zum Schluss

Beim Verlassen eines Restaurants kann ein zusätzlich ausgesprochenes Dankeschön die Zufriedenheit mit der Bedienung, dem Essen und dem Ambiente bestätigen.

Disko oder Ballsaal – es wird getanzt

Tanzen, das schönste Hobby zu zweit, steht im Ballsaal und in der Diskothek gleichermaßen im Mittelpunkt. Damit sind die Gemeinsamkeiten dann auch schon fast zu Ende.

Kleidung und Auftreten, der Umgang mit anderen Gästen und auch der Tanzstil sind im Ballsaal und in der Disko zwei verschiedene Welten.

Beim Ball ist, dem festlichen Rahmen entsprechend, eine festliche Kleidung erforderlich. Der Herr wird im Anzug, mit Hemd (das Hemd wird in der Hose getragen) und Krawatte erscheinen. Bei der Damenkleidung reicht die festliche Palette vom langen Ballkleid bis hin zum supermodischen Abendmini. Dazwischen steht natürlich auch der lange Rock mit Bluse, das Cocktailkleid mit eventuellem Top darüber.

Gegenseitige Achtung und besondere Achtung der Frau gegenüber, sollte sichtbar werden. Er steht auf, wenn sie erstmals zum Tisch kommt und begrüßt sie. Er lädt sie, mit einer Verbeugung zum Tanz ein. Er nimmt ihr den Stuhl zurück, damit sie leichter den Gang erreicht und stellt den Stuhl wieder an den Tisch, damit auch andere schnell und gefahrlos die Tanzfläche erreichen. Er führt sie zum Parkett in dem er den Weg durchs Getümmel bahnt. Er lässt ihr den Vortritt auf die Tanzfläche. Vor dem Tanz sollte eine Verbeugung erfolgen (Darf ich Dich jetzt berühren? – Tanzhaltung), die sie erwidern sollte. Das „Dankeschön“ nach jedem Tanz sollte ebenfalls mit einer Verbeugung verbunden sein. Er führt sie zum Platz, nimmt ihr den Stuhl zurück, damit sie sich leicht hinsetzen kann und schiebt Ihr auch den Stuhl dafür zu Recht.

Bei einem Ball ist die Tanzfläche nicht Trainingsplatz für Turniertänzer. Also Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Wer mehr als nur einen Grundschritt tanzen kann sollte es nur da tanzen, wo auch Platz dafür vorhanden ist. Ein Boxer zeigt auch nicht überall, wie gut er seinen Sport beherrscht.

Wer in der Disko mit einem anderen tanzen möchte, wird erstmal mit Blickkontakt versuchen, die Chancen abzuschätzen. Oft reicht dann schon aus, aus der Entfernung die Absicht durch Gesten zu signalisieren. Nach einem entsprechenden Blickkontakt wird auch ein leichtes Tippen auf die Schulter unschwer als Tanzwunsch verstanden. Sprachverständlichkeit ist durch die vorhandene Lautstärke ja nicht gegeben.

Das die Dame zum Platz begleitet wird, wenn sie oder er keine Lust mehr hat zu tanzen, sollte auch in der Disko selbstverständlich sein.

Kino, Oper oder Theater

Kleidung und Styling werden je nach Anlass und Umfeld sehr unterschiedlich sein, eine Opern- und Theaterpremiere erfordert anderes Outfit als ein Besuch des Musicals „Cats“ oder des Kinos um die Ecke. Im Zweifelsfall ist immer eine etwas schlichtere Kleidung zu bevorzugen. Denn wer durch zu festliche Kleidung aus dem Rahmen fällt, „overdressed“ ist, wird sich mit Sicherheit unwohl fühlen.

Doch ungeachtet dieser Unterschiede, überall wo viele Menschen in Reihen dicht beieinander sitzen, wirken sich bestimmte Verhaltensformen einzelner höchst störend für die Allgemeinheit aus. Das beginnt meist damit, dass die Besucher der mittleren Plätze zuletzt, wenn nicht gar zu spät kommen, und sich dann, womöglich noch mit dem Rücken zu den Sitzenden, durch die vollbesetzten Reihen drängeln. Selbstverständlich ohne ein Wort der Entschuldigung oder einen freundlichen Gruß. Also: rechtzeitig erscheinen, Zeit für Stau bei der Anfahrt, Parkplatzsuche, Garderobenabgabe einplanen und wenn man durch die Reihe muss, mit dem Gesicht zu den Sitzenden (Aufstehenden = „Dankeschön“) gehen.

Wenn jemand im Theater oder im Kino einmal kräftig niesen muss, sollten wir ihm ersparen, das mit dem traditionellen „Gesundheit“ oder „Zum Wohle“ zu kommentieren. Es ist heut absolut o.k. und ja auch sinnvoll, schweigend darüber hinwegzugehen – schließlich werden andere „Körpergeräusche“ auch nicht mit guten Wünschen versehen. Wer aber z. B. ein Gespräch durch ein kräftiges Niesen unterbricht, sollte sich seinerseits nach dem englischen Vorbild dafür entschuldigen.

Beifallskundgebungen im Kino sind hierzulande, außer bei Premieren, wo meist der Regisseur und andere Mitwirkende anwesend sind, nicht an der Tagesordnung. Bei Live Veranstaltungen wie Konzerten, Opern oder Theateraufführungen aber ist es gang und gäbe, den Künstlern durch entsprechenden Applaus Anerkennung zu zollen. Noch heute wird der Erfolg eines Theaterstückes nicht zuletzt an der Zahl der Vorhänge, der eines Konzertes an den vom Publikum „erzwungenen“ Zugaben gemessen. Frenetisch applaudieren sollte allerdings nur, wem die Darbietung wirklich gefallen hat. In der Oper und im Theater ist auch Szenenapplaus angebracht, nach bestimmten Arien oder Monologen wird er oft geradezu erwartet. Wer jedoch in einem Konzert zwischen den Sätzen Beifall spendet, gilt als musikalischer Banause. Hier wird erst nach dem letzten Satz der Sinfonie oder des Solokonzertes geklatscht. Bei Kirchenkonzerten ist Applaus generell unüblich.

Unmut und Missfallen wurde in der Oper und im Theater seit Jahrhunderten durch Zischen oder Buh-Rufe kundgetan. So manches Stück ist an solchen öffentlichen Missfallenskundgebungen gescheitert und bereits bei der Premiere durchgefallen. Und auch wenn heute die großen Theaterskandale selten geworden sind, immer noch bestimmt „König Publikum“ weitgehend über das Schicksal einer Aufführung oder Inszenierung. Ob man sich heute an öffentlicher Kritik dieser Art beteiligt, bleibt jedem selbst überlassen. Doch sollten wir eine gewisse Fairness gegenüber den Künstlern wahren, die auf der Bühne schließlich ihr Bestes zu geben versuchen. Wer um der “Randale” Willen protestiert, disqualifiziert sich selber (das gilt natürlich auch und gerade für Sportveranstaltungen!).

Pfiffe übrigens, unter anderem bei Popkonzerten inzwischen zur Beifallsäußerung avanciert, passen nicht unbedingt in das Theater oder den Konzertsaal.

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